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Produktion

Prämiertes Design aus Dessau

Unsere Accessoires und Möbel werden in der Heimat der klassischen Moderne gefertigt – vom hochwertig verarbeiteten Patchworkteppich bis zum filigran verschweißten Chaiselongue. Dabei legen wir Wert auf die Einhaltung moderner Umwelt- und Produktionsstandards.


Handmade in Germany

WEINBAUMS verarbeitet Leder und Felle von ausgewählten, zertifzierten Gerbereien in Katalonien und der Toskana. Nach seinem Eintreffen wird das Material im ersten Schritt einer aufwändigen Qualitätskontrolle unterzogen. Wenn Oberflächenbeschaffenheit, Zugfestigkeit und Optik den Anforderungen unserer Sattler entsprechen, wird die betreffende Haut entsprechend der benötigten Sitz- und Rückenflächen geschnitten. Im Falle unserer Designklassiker werden die in ihrer Optik und Beschaffenheit aufeinander abgestimmten Stücke anschließend mittels einer sogenannten Kedernaht zu einem Sitzbezug zusammengefügt.

Diese Naht wird im Vorfeld angefertigt, wirkt als Bindeglied zwischen den vier Bezugsflächen und verleiht dem Bezug außergewöhnliche Festigkeit und Elastizität. Im Anschluss erfolgt die Einfassung des Bezuges mit feinem Anilinleder. Hierzu wird das Leder im Vorfeld geschärft (d.h. elastischer gemacht), um den Rahmen des Bezuges exakt und ohne Qualitätsverluste vernähen zu können. Auf Wunsch ergänzen wir Fellbezüge auf ihrer Rückseite mit einem hochwertigen und farblich abgestimmten Spaltleder. Die vier Teile des Bezuges werden hierzu deckungsgleich mit der jeweiligen Vorderseite vernäht und anschließend zu einem Bezug zusammengefügt.

Drei Gewerke, ein Ziel: Erstklassiger Wohnkomfort

Für die Herstellung unserer Regal-, Sessel und Tischgestelle verwenden wir ausschließlich gebürsteten Edelstahl, der auf Wunsch mit einer individuellen Farbe aus dem RAL-Spektrum pulverbeschichtet werden kann. So werden für den Butterfly Chair im ersten Schritt der Gestellfertigung vier Rohre in je zwei Teile für den oberen (Rücken-) und unteren Part (Fußteil) geschnitten und gemäß vordefinierter Winkel an den vier Auflageflächen des Sitzbezuges gebogen. Im Anschluss verschweißen wir Rückenund Fußteile zu zwei Bügeln. Diese werden im nächsten Schritt mithilfe einer Aufbauvorrichtung exakt miteinander verbunden und an ihren Kreuzungspunkten verschweißt.

In Anlehnung an den Entwurf von Ferrari-Hardoy versehen wir zudem die Auflageflächen des Rückenteils mit einer Falz im Winkel von 7°, um so ein ergonomisches und komfortables Sitzen zu ermöglichen. Zum Abschluss werden die Schweißpunkte geschliffen und poliert, zudem unterziehen wir das Gestell einer letzten Qualitäts- und Stabilitätskontrolle. Die nun zur Auslieferung bereitstehenden Sessel überzeugen durch ihre komplexe Architektur, eine perfekte Verarbeitung und zeitlosen Charme mittlerweile Kunden in drei Kontinenten und über fünfzig Ländern.


Fertigung hautnah erleben

Authentisch, cool, inspirierend: In unserem – gegenüber dem Bauhaus Museum gelegenen - Studio führen wir Sie ab Februar 2023 gern durch WEINBAUMS' aktuelles Sortiment.

Neben ausgewählten Hockern, Stühlen und Sesseln der Kollektionen DESIGN CLASSICS und neo26 stellen wir Ihnen dabei auch gern aktuelle Modelle aus unserem Teppichsortiment und der in 2022 eingeführten Schreibtischkollektion Art Bureau vor. Auf Wunsch vermitteln wir Wissenswertes zur Herkunft der von uns verwendeten Leder und Felle und erläutern ausführlich die von WEINBAUMS gewählten Fertigungsverfahren und Verarbeitungstechniken. Unsere Räumlichkeiten werden werktags von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein, für Terminabsprachen stehen wir jederzeit telefonisch unter +49 340 8591 3527 oder per E-Mail zur Verfügung: info@weinbaums.com


Der Prozess der Gerbung

Das Gerben zählt zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit, bereits in der Urzeit wurde die Haltbarkeit von Häuten mit Hilfe ausgesuchter Stoffe optimiert. Lesen Sie im Folgenden Wissenswertes über die Tierhaut als eines der ersten Recyclingprodukte und den zertifzierten Prozess, in welchem die von uns verwendeten Leder und Felle aufbereitet werden.

Im ersten Schritt werden die Rinderhäute in der sogenannten Wasserwerktstatt von Fett, löslichen Eiweißbestandteilen und dem Unterhautbindegewebe befreit. Zudem entfernt man hautfremde Bestandteile wie Schmutz und Konservierungsmittel. Im Anschluss werden die Felle und Häute mit Hilfe des Gerberbaums und einem Schermesser entfleischt. Idealerweise verfügt der Gerberbaum über eine Wölbung, so dass jede Hautstelle individuell bearbeitet werden kann. Zum Abschluss wird die entfleischte Haut aufgequollen, um eine optimale Aufnahme von Gerbstoffen zu gewährleisten.

Das älteste Recyclingprodukt der Welt

Die verderblichen Eiweißfasern der in der Wasserwerkstatt vorbereiteten Häute werden im zweiten Schritt durch Anlagerung von Gerbstoffen in Lederfasern transformiert und gegen eine Zersetzung durch Mikroorganismen geschützt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden verschiedene Formen der Gerbung entwickelt - von umweltschonenden Formen unter Verzicht auf chemische Zusatzstoffe bis zur industriellen Aufarbeitung. Aufbauend auf lang erprobten Rezepturen zeichnen sich Felle und Leder, die wir z.B. für unsere Patchworkteppiche verwenden, durch Alterungsbeständigkeit und eine hohe Resistenz gegenüber Luftfeuchtigkeit aus. Unsere Partnerbetriebe gerben zudem in permanent rotierenden Fässern und erreichen so eine vollständige und gleichmäßige Durchgerbung. Das Ergebnis: Häute von hoher Elastizität und Geschmeidigkeit.

Im letzten Schritt, der sogenannten Zurichtung, werden die Felle und Häute gewaschen, geschleudert und gefettet. Der Fettungsprozess hat die Aufgabe, die Hautfasern weich, geschmeidig und wasserabstoßend zu machen. Hierbei wird Fett nur in den Zwischenräumen des dreidimensionalen Fasergeflechts eingelagert. Die Faser selbst nimmt kein Fett auf, bleibt dadurch beweglich und verklebt nicht. Die gefetteten Häute werden danach nochmals geschleudert und auf einem Holzrahmen aufgenagelt, glatt gespannt und getrocknet. Im Anschluss hieran walkt man die Felle und Häute schonend von Hand (auch "aufstollen" genannt) und entfernt letzte Reste des Unterhautbindegewebes.

(C) WEINBAUMS, gerben.de und wikipedia.com